Neben der Herausforderung, mehr junge Menschen für ein Studium im
mathematischen, naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich zu begeistern,
stellt sich noch eine weitere: Ebenso wichtig ist es, die hohen Abbruchquoten
in den entsprechenden Studiengängen zu verringern. Mit rund 30 Prozent
liegt der Anteil der Studienabbrüche in den ingenieurswissenschaftlichen
Studiengängen deutlich über dem normalen Durchschnitt. Bedenkt
man, wie viele Ressourcen, vor allem aber Lebenszeit, in nicht weiter
verfolgte Berufswege investiert werden, wird die erste Dimension des Problems
deutlich. Außerdem verschärft diese Entwicklung zusätzlich
den ohnehin steigenden Fachkräftemangel auf diesem Gebiet.
Um hier entgegenzuwirken und langfristig Forschung und Innovation zu stärken,
unterstützt die NORDMETALL-Stiftung das Projekt „Aktives Lernen
im Ingenieurstudium“ an Hamburger Hochschulen.
Das Projekt bindet die Studierenden aktiv in den Lehrprozess ein und hilft,
Schwachstellen in der Wissensvermittlung aufzudecken. Durch den Einsatz
neuer Medien oder in Gruppenarbeit mit geschulten Tutoren werden die einzelnen
Lernveranstaltungen zu interaktiven Kursen, in denen sich die Lernenden
Sachverhalte selbstständig durch Experimente erschließen. Auf
diese Weise kann schnell überprüft werden, ob das Theoretische
verstanden wurde und an welchen Stellen Erklärungsbedarf besteht.
Um zusätzlich gezielt auf den Kenntnisstand der Studierenden eingehen
zu können, helfen Interviews und schriftliche Tests, das Lehr‑ und
Lernmaterial langfristig passend zu gestalten. Auf diese Weise werden
die Lehrinhalte nachhaltig verbessert, mehr Lernerfolge erzielt und so
die Motivation der jungen Nachwuchsingenieure bestärkt.

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