
Die NORDMETALL-Stiftung hat einen engen Bezug zur metallverarbeitenden
Industrie. Daher lag es nahe, sich dem Werkstoff Stahl einmal anders zu
nähern: nicht nur von seiner industriellen, sondern seiner künstlerischen
Seite. Der Gedanke dahinter: aktive Förderung von Kultur im norddeutschen
Raum – und gleichzeitig eine einmalige Möglichkeit für
Künstler, außergewöhnliche Visionen von Kunst aus Stahl
Wirklichkeit werden zu lassen. Denn in einem normalen Atelier lassen sich
Skulpturen, wie sie beim Symposium entstanden sind, nicht erschaffen.
Die ideelle Nähe der Stahlbildhauerei zur industriellen Metallverarbeitung
wurde ganz buchstäblich verortet: Die Künstler arbeiteten in
den Werkhallen einer Maschinenbaufabrik, deren Betrieb regulär weiterlief.
Von August bis September 2006 luden der Kunstverein Wiligrad und die NORDMETALL-Stiftung
zum VI. Internationalen Bildhauersymposium Stahl ein. Sechs Künstler
– Bruno Kadak (Estland), Pavel Korbicka (Tschechien), Nagami/ Gabor
Mihaly Nagy (Ungarn) und die deutschen Bildhauer Rainer Henze, Klaus Duschat
und Hartmut Stielow – konnten hier ihre anspruchsvollen Kunstwerke
erstellen.
Durch die Verbindung von betrieblichen und künstlerischen Prozessen
ist Gegenwartskunst entstanden, die den Schweriner Raum nachhaltig und
sichtbar bereichert. Der Kunstmarktwert der Stahlskulpturen entspricht
über 650.000 Euro, und sie ergänzen die sogenannte Kunstachse
Schwerin – Wiligrad: Skulpturen aus den vergangenen Jahren sind
bereits im Schweriner Stadtgebiet und im „Museum der Künstler-Skulpturenpark
Wiligrad“ zu besichtigen.
TALENTE FÖRDERN