Naturwissenschaftliche Erkenntnisse und technische Entwicklungen bestimmen
unseren Alltag. Sie erleichtern Arbeitsprozesse, beschleunigen Abläufe
und lassen Entfernungen geringer erscheinen. So selbstverständlich
wie viele dieser Errungenschaften in der modernen Welt geworden sind,
so wichtig ist es auch, das Verständnis für und das Staunen
über solche Phänomene wach zu halten. Dadurch wird das Interesse
an diesen Disziplinen geweckt und das selbstständige Denken und Forschen
angeregt. Nur durch einen Nachwuchs, der neugierig bleibt, kann der technische
Fortschritt schließlich auch in Zukunft weiterentwickelt werden.
Das Pilotprojekt Galilei integriert Naturwissenschaft und Technik praktisch
und erfahrbar in den Physikunterricht. Inspiriert durch die erfolgreiche
MINIPHÄNOMENTA für Grundschulen, ist Galilei ein Modellversuch
zur Verbesserung der naturwissenschaftlich-
technischen Bildung in der Sekundarstufe 1.
Dabei wird das Konzept des selbstgesteuerten Experimentierens auf Schülerinnen
und Schüler der 5. bis 10. Klasse übertragen. Durch den Nachbau
verschiedener historischer Experimentierstationen können die Kinder
und Jugendlichen aktiv naturwissenschaftlichen Fragen nachgehen und eigene
Erkenntnisse im Konzipieren und Ausprobieren sammeln. Dabei geht es darum,
die Experimente in ihrem historischen Kontext zu erfassen, um auf diese
Weise die Bedeutung solcher Erfindungen für die Gesellschaft und
den Fortschritt greifbar zu machen.
Das Forschen an und mit den nachgebauten historischen Experimentierstationen
soll somit auf unterschiedlichen Ebenen Anreize zum aktiven Lernen schaffen.
Die Schülerinnen und Schüler können Anknüpfpunkte
und Parallelen zwischen den naturwissenschaftlichen Phänomenen und
dem Alltag entdecken. Auf diese Weise werden auch fachliche Perspektiven
und mögliche Berufsfelder aufgezeigt.