MentorING
Optimaler Studienstart

Gerade bei naturwissenschaftlichen, technischen und Ingenieurstudiengängen liegen die Abbrecherquoten der Studierenden über dem bundesweiten Durchschnitt. Besonders viele Aussteiger gibt es vor allem während der ersten beiden Semester, zumal der straffe Studienplan im Bachelor die frisch ernannten Studentinnen und Studenten von Anfang an besonders fordert. Wer nicht kontinuierlich am Ball bleibt, kann schnell den Anschluss verlieren.

Um die Studierenden gerade in der Anfangszeit persönlich zu begleiten, startete die Fachhochschule Emden mit der Unterstützung der NORDMETALL-Stiftung und der Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten zum Wintersemester 2010/2011 mit einem Mentorenprogramm. In den Bereichen Elektrotechnik und Informatik lernen die neuen Studentinnen und Studenten gleich zu Beginn Mentoren kennen, die als Bindeglied zwischen ihnen und den Professoren, Tutoren und Erstsemesterpaten wirken.

 

In regelmäßigen Coaching-Gesprächen stellen die Studierenden den aktuellen Stand ihres Studiums dar und planen gemeinsam mit den Mentoren den weiteren Verlauf. Dadurch werden Leistungsschwächen schnell erkannt und die Studentinnen und Studenten können durch einen individuell abgestimmten Förderplan gezielt daran arbeiten. Beispielsweise gehören die Teilnahme an bestimmten Tutorien oder die Vermittlung zu kleinen Lerngruppen zu den Fördermaßnahmen.

Das Mentorenprogramm gilt nicht nur für Studierende mit Schwächen in einzelnen Bereichen, sondern auch für Studenten, die durch eine effiziente Planung ihr Studium schneller absolvieren wollen. Als Masterstudenten und Doktoranden kennen die Mentoren die bestehenden Strukturen und können daher beratend und vernetzend zur Seite stehen. In einer vorangegangenen Schulung des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft haben sie dabei gelernt, auch in schwierigen Gesprächssituationen zu vermitteln und die Inhalte und Wichtigkeit des Zeitmanagements entsprechend darlegen zu können.