In Deutschland gibt es immer mehr Familien, die an den Rand der Gesellschaft
geraten. Erwerbslosigkeit oder Trennung, Migrationshintergrund, mangelnde
Bildung oder ein fehlendes soziales Netz können Grund oder Auslöser
sein.
Als Hauptförderer unterstützt die NORDMETALL-Stiftung seit 2010
die wellcome-Fee, eine Aktion für Hamburgs Kinder im Alter von einem
bis drei Jahren und für deren Eltern. Durch gezielte, praktische
und zeitlich begrenzte Hilfe erhalten Familien in akut schwierigen Situationen
Unterstützung. Die beiden Projektpartner teilen ein gemeinsames Anliegen:
Hilfe ist sinnvoll, wenn sie Eltern dazu befähigt, selbstständig
den Alltag zu meistern.
„Wenn es eine Gesellschaft nicht schafft, Kindern eine Lebensperspektive
zu eröffnen, ist der gesellschaftliche und der ökonomische Schaden
enorm hoch", sagt Stiftungsvorstand Dr. Thomas Klischan.
Unterstützt werden die Familien nicht mit Geld, sondern mit Beratung
und Vernetzung. Konkret heißt das, die wellcome-Fee sorgt zum Beispiel
ganz praktisch für ein eigenes Kinderbett oder einen Hochstuhl zum
gemeinsamen Essen. Aber die Fee fördert und fordert auch Eigeninitiative.
Sie vermittelt diese Familien beispielsweise an Eltern-Kind-Zentren oder
versucht, sie an Ämterlotsen oder Patenprojekte weiterzuleiten. Der
wellcome-Fee gelingt es deswegen so erfolgreich, Familie in bestehende
Hilfssysteme zu integrieren, weil das Angebot niedrigschwellig und nicht
diskriminierend, sondern fördernd und präventiv ist.

Q8 ELTERN-AG