Gesellschaft

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Q8

Sozialraumorientierung

Um Selbsthilfe und Nachbarschaft in ausgewählten Wohnvierteln zu aktivieren, hat die Sozialrauminitiative Q8 erfolgreiche Modelle erprobt, die in Regelfinanzierung fortgeführt werden.

Q8 steht für acht Lebensbereiche, die zentral für die Entwicklung eines Quartiers sind und gemeinsam dessen Qualität bestimmen. Das gleichnamige preisgekrönte Sozialraumprojekt hat die Evangelische Stiftung Alsterdorf (ESA) 2011 unterstützt von der NORDMETALL-Stiftung und der Aktion Mensch ins Leben gerufen. Es hat zum Ziel, langfristig effektive Lösungen zu finden, um auf die prekäre gesellschaftliche Situation zu reagieren, die von Fachkräftemangel und leeren Sozialkassen bei steigendem Pflege- und Assistenzbedarf geprägt ist. Q8 will Selbsthilfe und Nachbarschaft aktivieren und stärken sowie den vorhandenen Unterstützungsbedarf weiterhin zuverlässig decken.
Um diese Ziele zu erreichen, wurden zunächst sechs Stadtteile in Hamburg und Schleswig-Holstein analysiert und – dem jeweiligen Bedarf entsprechend – individuelle Sozialraumkonzepte entwickelt.

Im Laufe des Förderzeitraums haben sich drei erfolgversprechende Wege für gelingende Sozialraumorientierung herauskristallisiert:

  • „Quartiermanagerinnen und Manager für das Soziale“: In jedem der sechs Quartiere wurden individuelle, effektive Leitprojekte initiiert. Nun werden sie stetig weiterentwickelt.
  • Neuartige Servicestellen: Freiwilligenagenturen wie „Altonavi“ in Altona bringen soziale Angebote, Freiwillige und Hilfesuchende zusammen und tragen dazu bei, bestehende Angebote in jedem der sechs Quartiere bekannter zu machen.
  • Das Projekt Qplus: Bundesweit einmalig werden bei Qplus die Mittel für Sozialleistungen eines Quartiers effektiv nach den Bedürfnissen der beteiligten Menschen eingesetzt, statt wie bisher direkt an Sozialträger zu fließen.

Nach acht Jahren Förderung ist es gelungen, Q8 in der mittelfristigen Regelfinanzierung der ESA zu verankern. Das ermöglicht die Fortführung des Projekts vorerst bis Ende 2023.

Wir begleiten das Projekt weiterhin beratend. Ergebnisse und Erfahrungen aus der langjährigen Zusammenarbeit sollen für das Fachpublikum sichtbar und übertragbar gemacht werden. Das Forum „Eine Mitte für Alle“ wurde von der UN als Best-Practice-Beispiel für „Barrierefreiheit und Inklusive Stadtteilentwicklung“ ausgezeichnet. Die Ergebnisse des Forums flossen unmittelbar in die Entwicklung des neuen Hamburger Stadtteils „Mitte Altona“ ein.

Für den weiteren Austausch ist eine gemeinsame Veranstaltung zur intermediären Arbeitsweise von „Q8 – Quartiere bewegen“ geplant.

Im Rahmen des neuen Projekts QplusAlter entwickeln wir die Grundidee des Sozialraumprojekts Q8 gemeinsam mit der ESA weiter.

Jannick

Gesellschaft & Kommunikation

Jannick Vetter

040 6378-5943

Unsere Projektpartner

Ansprechperson(en) im Projekt

Armin Oertel

Leitung Q8 Sozialraumorientierung

040 507739-48

Karen Haubenreisser

Leitung Q8 Sozialraumorientierung

040 507739-92

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