Nordmetall-Stiftung

Tätigkeitsbericht 2025

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Nordmetall-Stiftung

Tätigkeitsbericht 2025

 

Vorwort

Mit Zuversicht nach vorn

Mit der 2025 beschlossenen Strategie richtet die NORDMETALL-Stiftung ihre Arbeit stärker auf mittel- bis langfristige Wirkung aus. Unsere Leitfrage ist: Wie lässt sich Förderung so gestalten, dass Mittel heute zeitgemäß eingesetzt werden und morgen noch wirken?

Unser Anspruch bleibt, über das einzelne Projekt hinauszudenken. Aus zeitlich begrenzten Vorhaben sollen gute Vorbilder, belastbare Strukturen und Impulse entstehen, wie gute MINT-Berufsorientierung an Schu­len verankert, Menschen für gesellschaft­liches Engagement gewonnen oder Kultur­angebote für junge Zielgruppen relevanter werden können.

Die Grundausrichtung bleibt klar: Talente fördern, Zusammenhalt stärken, den Norden bereichern. Künftig rücken zusätzlich drei Ziele in den Fokus: Gesellschaftliche Veränderung anstoßen, Wirkung nachvollziehbar machen und Sichtbarkeit schaffen. Entscheidend ist, was bleibt – Zukunftskompetenzen, tragfähige Netzwerke und nachhaltige Strukturen. Mit mehr als 1,4 Millionen Euro Fördervolumen pro Jahr konzentrieren wir uns noch gezielter auf Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, den Transfer guter Praxis und die Themen des Nordens. Zusammenhalt, Chancengerechtigkeit und demokratische Werte prägen alle Förderbereiche.

Das heißt auch, Prioritäten klarer zu setzen: Neues entwickeln, Bewährtes weiterführen – und sich an anderer Stelle verantwortungsvoll zu verab­schieden. Allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, die diesen Weg mit uns gestalten, danken wir herzlich für Ideen, Engagement, Feedback und Vertrauen.

Viel Freude beim Lesen wünscht

Thomas Lambusch, Vorstandsvorsitzender der NORDMETALL-Stiftung

Fördersummen 2025

Im Berichtsjahr 2025 haben wir über 1.423.000 Euro an 25 Projekte und Programme in Norddeutschland vergeben. Seit Stiftungsgründung 2004 konnten somit bereits über 26 Millionen Euro in gemeinnützige Projekte investiert werden.

Gesamt
2025
Bildung und Wissenschaft
Gesellschaft
Kultur
Um mehr über die Verwendung der Fördersummen zu erfahren, klicken Sie bitte auf einen Förderbereich.

Bildung und Wissenschaft

Für Informatik und Technik begeistern: Wir setzen uns dafür ein, dass Lernorte vielfältige, praktische Erfahrungen in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) anbieten.

Fördersumme 2025

676.362 Euro

Fördersumme gesamt

14.996.654 Euro

Geförderte Projekte und Programme 2025

9

Highlight des Jahres 2025

Neues Projekt zur MINT-Berufsorientierung

Selbst an Schulen, die für ihr herausragendes Engagement in den MINT-Fächern ausgezeichnet wurden, wünschen sich viele Lehrkräfte Unterstützung bei der Weiterentwicklung der MINT-Berufsorientierung. Dies ergab eine Umfrage der NORDMETALL-Stiftung unter den MINT-Schulen Norddeutschlands in 2023/24. Um auf diesen Bedarf zu reagieren, entwickelte das Team Bildung und Wissenschaft das Projekt „MINT-Matchmaking – Berufsorientierung optimieren“.

„MINT-Matchmaking“ startete 2025 zunächst in den Pilotregionen Bremen und nordwestliches Niedersachsen. Die MINT-Schulen in diesem Gebiet erhielten das Angebot, sich über drei Jahre durch die NORDMETALL-Stiftung und das Institut für ökonomische Bildung (IÖB) Oldenburg in der Weiterentwicklung ihrer MINT-Berufsorientierung begleiten zu lassen. Acht der 15 MINT-Schulen nehmen an dem neuen Projekt teil.

Gesellschaft

Gemeinsam viel bewegen: Wir stärken Engagement und befähigen Menschen, die sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und gelebte Demokratie einsetzen.

Fördersumme 2025

345.904 Euro

Fördersumme gesamt

3.311.750 Euro

Geförderte Projekte und Programme 2025

10

Highlight des Jahres 2025

Kick off Fokusregion Vorpomommern – Zukunftswege Ost:

In Anklam kamen im März 2025 über 80 Engagierte aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft zusammen, um gemeinsam neue Zukunftswege für Ostvorpommern zu eröffnen. Im Mittelpunkt standen Austausch, Vernetzung und konkrete Beteiligungsmöglichkeiten für ein starkes, demokratisches und vielfältiges Miteinander.

Mit dem regionalen Kooperationsnetzwerk und dem Gemeinschaftsfonds entstehen neue Chancen, lokale Initiativen unkompliziert zu fördern, Partnerschaften zu stärken und die Zivilgesellschaft vor Ort langfristig robust aufzustellen. Die NORDMETALL-Stiftung begleitet den Aufbau der Initiative in Mecklenburg-Vorpommern.

Kultur

Das Publikum im Mittelpunkt: Wir setzen uns dafür ein, dass Museen und Musikfestivals gesellschaftlich relevant bleiben durch die Menschen, die sie nutzen und in ihnen arbeiten.

Fördersumme 2025

401.400 Euro

Fördersumme gesamt

7.928.353 Euro

Geförderte Projekte und Programme 2025

7

Highlight des Jahres 2025

Evaluation bestätigt Wirkung

Erstmals wurde Das relevante Museum extern evaluiert. Der Blick auf sechs Programmjahre zeigt: Das von der NORDMETALL-Stiftung und der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte getragene Programm stärkt Mitarbeitende, Teams und Organisationen gleichermaßen. Workshops, Coachings, Exkursionen und digitale Formate schaffen Räume für Reflexion, Perspektivwechsel und neue Formen der Zusammenarbeit. In den Museen wachsen Wertschätzung, Vernetzung und eine dialogische, partizipative Haltung gegenüber Publikum und Gesellschaft. Die Evaluation bestätigt den Ansatz langfristiger Lernräume – und gibt Impulse, inhaltliche Tiefe, Diversität und strukturelle Nachhaltigkeit weiter auszubauen.

Zur Evaluation

Bildung und Wissenschaft

Im Bereich Bildung und Wissenschaft engagieren wir uns für begeisternde und praxisnahe Bildungsangebote in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Primäre Zielgruppe unserer Förderung sind engagierte Lehrkräfte.

Für MINT begeistern und Zukunft gestalten

Mit der 2025 erneuerten Stiftungsstrategie haben wir auch im Bereich Bildung und Wissenschaft unsere Ziele geschärft. Wir wollen Zugänge zu MINT-Themen eröffnen, praxisnahe Lerngelegenheiten ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen Schulen, außerschulischen Lernorten, Wirtschaft und Wissenschaft stärken. Unsere Programme sollen Räume schaffen, in denen junge Menschen eigene Erfahrungen machen, Verantwortung übernehmen und Vertrauen in ihre Fähigkeiten entwickeln.

Dafür braucht es starke Netzwerke, die gute Praxis sichtbar machen und Innovationen in die Breite tragen. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern wollen wir Wirkung klarer kommunizieren, Feedback einholen und Aktivitäten gezielt weiterentwickeln. Ein Ergebnis ist das Pilotprojekt „MINT-Matchmaking – Berufsorientierung optimieren“. Es knüpft an einen Befragungsprozess im Programm MINT-Schule an und wurde 2025 mit dem Institut für ökonomische Bildung neu aufgesetzt. MINT-Schulen in Bremen und im nordwestlichen Niedersachsen können ihre Aktivitäten zur MINT-Berufsorientierung wissenschaftlich evaluieren lassen und wirkungsvolle Maßnahmen nachhaltig verankern. Auch bei „lüttIng – Technik trifft Schule“ und im Netzwerk der MINT-Schulen haben wir Prozesse angepasst. Angesichts knapper Ressourcen an Schulen wollen wir Lehrkräfte früher informieren, die Expertise der Jurymitglieder direkter nutzbar machen und unnötige Arbeit vermeiden. Die ersten Rückmeldungen sind sehr positiv.

So wird die Frage nach Wirkung für uns zum Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen – und bleibt ein wichtiger Kompass für die Weiterentwicklung unserer Förderung.

Maren Riepe, Bereichsleitung Bildung und Wissenschaft

Gesellschaft

Im Bereich Gesellschaft unterstützt die NORDMETALL-Stiftung Ehrenamt und Engagement. Sie stärkt Menschen und Initiativen, die sich für ein Miteinander im Sinne demokratischer Werte und den Zusammenhalt in der Gesellschaft verantwortungsvoll einsetzen und sozial engagieren.

Engagement stärken und Gemeinschaft gestalten

2025 hat erneut gezeigt, wie sehr eine lebendige Demokratie auf Menschen angewiesen ist, die Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft mitgestalten. Zugleich steht Engagement unter Druck: durch Polarisierung, knappe Ressourcen und die Erfahrung, dass demokratisches Miteinander nicht selbstverständlich ist. Umso wichtiger ist es, Engagierte zu stärken und Zugänge für Menschen zu schaffen, die sich bislang kaum einbringen können.

Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Förderung im Bereich Gesellschaft fokussiert. Wir unterstützen Menschen und Organisationen, die Engagement ermöglichen, demokratische Werte im Alltag stärken und Strukturen aufbauen, in denen Verantwortung wachsen kann. Es geht um Voraussetzungen für langfristiges Engagement: Qualifizierung, Vernetzung, Sichtbarkeit und Kooperationen. Mit Starke Demokratie fördern wir einen Verein, dessen Ehrenamtliche kommunalpolitisch Engagierte auf den Umgang mit Anfeindungen vorbereiten und bestärken, ihre Arbeit trotz Widerständen fortzusetzen. Die neue Fokusregion Vorpommern der Initiative Zukunftswege Ost hat zivilgesellschaftliche Akteure vernetzt und Kooperationen angestoßen. Mit der Kinnings Academy fördern wir junge Verantwortungsträgerinnen und -träger aus Ostdeutschland, die sich qualifizieren, vernetzen und in ihrem Wirken gestärkt werden.

Diese Beispiele zeigen: Eine starke Zivilgesellschaft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und andere zum Mitmachen gewinnen. Damit Engagement wachsen kann, braucht es Vertrauen, Unterstützung und Partner. Dafür setzen wir uns auch künftig ein.

Jannick Leunert, Referent Gesellschaft und Kommunikation

Kultur

Im Bereich Kultur fördern wir Museen und Musikfestivals, die mit innovativen Formaten für möglichst viele unterschiedliche Menschen bereichernde Erfahrungen kreieren. In Förderallianzen entwickeln wir Programme, die sie dabei unterstützen.

Verbindendes schaffen und gesellschaftlich wirken

In der Kulturförderung setzen wir auf langfristige, wertebasierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern entwickeln wir Qualifizierungs- und Vernetzungsprogramme für Einzelpersonen und Teams in Museen, Kunsthäusern und Musikfestivals.

Programme wie Das relevante Museum, #seeyouagain, Museum Development Goals und REIHE_15 – Netzwerk für junge Konzerte bringen engagierte Mitarbeitende über Länder-, Institutions- und Abteilungsgrenzen hinweg zusammen. Sie schaffen Räume für Reflexion, fachliche und persönliche Entwicklung, Austausch und gemeinsames Lernen. Dass dieser Ansatz wirkt, zeigt die erste externe Evaluation von Das relevante Museum: Das Programm stärkt berufliche Entwicklung, Team- und Organisationsprozesse sowie fachliche, methodische und persönliche Kompetenzen. Aus Vernetzung entstehen Inspiration, Innovation und kollektive Weiterentwicklung. Genau diese Fähigkeiten wollen wir fördern: Zusammenarbeit, Problemlösung, Dialog und Offenheit für unterschiedliche Perspektiven. So entstehen Haltungen und Formate, die stärker auf Publikum, Teilhabe und gesellschaftliche Relevanz ausgerichtet sind.

Kooperative Lernräume und tragfähige Beziehungen helfen Kulturinstitutionen, Besucherorientierung dauerhaft in ihrer Organisationskultur zu verankern, Publikum langfristig zu binden und Vielfalt zu stärken. Damit leisten Museen, Kunsthäuser und Festivals einen Beitrag zu lebendigen, partizipativen Gemeinschaften – und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

 

Katja Stark, Bereichsleitung Kultur

Die NORDMETALL-Stiftung ist eine operativ-fördernde Stiftung, die gemeinnützige Projekte in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und im nordwestlichen Niedersachsen entwickelt und fördert.

Bildung und Wissenschaft

Wer heute Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – begreift, gestaltet die Welt von morgen. Deshalb setzen wir alles daran, dass möglichst viele unterschiedliche junge Menschen sich mit diesen Themen auseinandersetzen und ihre Talente entdecken.

Create MV unterstützt weiterführende Schulen in Mecklenburg-Vorpommern dabei, praxisnahe MINT-Angebote dauerhaft zu verankern. Die Landesinitiative macht Technik, Naturwissenschaften und Programmieren für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 erlebbar.

Highlights im Jahr 2025
  • Reichweite im Schulalltag: Im Schuljahr 2024/25 nutzten 44 Schulen die Angebote von Create MV; zum Start des Schuljahres 2025/26 wurden 28 Kooperationen vereinbart. Besonders gefragt waren Angebote zu Robotik, Mechanik, Spritzentechnik und Aquaristik.
  • NORDMETALL-Roboterwettbewerb: 65 Schülerinnen und Schüler von 22 Schulen nahmen am Finale im Schloss Hasenwinkel teil. An sieben Schulen fanden zuvor interne Qualifikationen statt; der Livestream erreichte mehr als 1.200 Aufrufe.
  • Webasto-Drive-Wettbewerb: Gemeinsam mit Webasto in Neubrandenburg wurde der Mechanikwettbewerb unter dem Motto „Bringe die Zukunft in Bewegung“ durchgeführt. 37 Jugendliche entwickelten Fahrzeuge mit Blick auf Zukunft, Mobilität und Mechanik.
  • MINT im Ganztag: Erstmals unterstützte das Create MV-Team Schulen bei der Gewinnung von Ganztagskräften mit MINT-Expertise. An drei Schulen gelang die Vermittlung von MINT-Expertinnen.

Fördersumme 2025: 56.604,16 € (gesamt: 108.495,84 €)

Das LeadershipLab.SH stärkt Schulleitungen und Schulaufsichten in Schleswig-Holstein. Es bietet einen Experimentierraum für neue Führungsansätze, Persönlichkeitsentwicklung und den Umgang mit Veränderung im Bildungssystem.

Highlights im Jahr 2025
  • Breite Beteiligung: Mehr als 1.100 Personen nahmen an 43 Veranstaltungen teil – von eintägigen Formaten über mehrtägige Modulreihen bis zu einer Bildungsreise nach Wien.
  • Partizipative Entwicklung: Themen, Fragestellungen und Formate wurden gemeinsam mit Teilnehmenden entwickelt. So entstand eine vernetzte Community, die das LeadershipLab.SH als lernende Organisation mitgestaltet.
  • Wissenschaftliche Begleitung: Das Programm wird von Prof. Britta Klopsch vom Karlsruher Institut für Technologie evaluiert. Dadurch werden Erfahrungen systematisch reflektiert und für die Weiterentwicklung nutzbar gemacht.

Fördersumme 2025: 30.000 € (gesamt: 60.000 €)

Bei lüttIng. – Technik trifft Schule entwickeln Schülerinnen und Schüler eigene technische Lösungen. Das Projekt verbindet praktisches Lernen mit Teamarbeit, Projektentwicklung und Einblicken in technische Berufe.

Highlights im Jahr 2025
  • Projekte in Hamburg: 71 Schülerinnen und Schüler von vier Schulen arbeiteten an technischen Lösungen. Unterstützt wurden sie von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, darunter Siemens, Stromnetz Hamburg und die HAW Hamburg.
  • Starkes Wachstum in Schleswig-Holstein: Im Schuljahr 2024/25 setzten sieben Schulen mit 96 Jugendlichen lüttIng.-Projekte um. Für 2025/26 stieg die Beteiligung auf zehn Projekte mit 186 Schülerinnen und Schülern.
  • Nachhaltige Lernorte: Viele Projektergebnisse wirken über das Förderjahr hinaus weiter – etwa ein automatisiertes Gewächshaus, ein Recyclinggerät für 3D-Druck-Filament oder ein Roboter als Ausgangspunkt für neue Technik-Kurse.
  • Bessere Prozesse: In Schleswig-Holstein wurde ein digitales Pitch-Format eingeführt. Lehrkräfte erhalten früh Feedback zu ihren Projektideen, bevor sie einen Antrag ausarbeiten.

Fördersumme 2025: 84.340,08 € (gesamt: 606.039,87 €)

Die MINTforen in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern vernetzen Bildungsinitiativen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Sie stärken Sichtbarkeit, Qualität und Kooperationen zwischen Schulen, Ganztag und außerschulischen Lernorten. Die Plattformen www.mintforum.de und www.mintforum-mv.de bieten Informationen zu Inhalten und Terminen von MINT-Angeboten.

Highlights im Jahr 2025
  • Qualität im Ganztag: Das MINTforum Hamburg bot Workshops zu Qualität und Wirkung von MINT-Angeboten im Ganztag an und begleitete die Pilotierung von zwölf schulischen MINT-Ganztagsangeboten.
  • DOM Hamburg: Im Pilotprojekt „Dritte Orte der MINT-Bildung“ wurden in Billstedt praxisnahe Angebote wie Löten, Robotik, Digitalwerkstätten und Nachtwanderungen umgesetzt. Rund 220 Kinder und Jugendliche wurden erreicht.
  • Neue Brücken im Stadtteil: Pädagogische Fachkräfte und MINT-Initiativen lernten voneinander. Die Partner vor Ort halfen, Zielgruppen zu erreichen, die für MINT-Angebote sonst oft schwer zugänglich sind.
  • Vernetzung in Mecklenburg-Vorpommern: Fünf Netzwerkveranstaltungen brachten rund 50 Akteure zusammen. Themen waren unter anderem Fundraising, Show-Experimente mit den Physikanten und die MINTChallengeMV.

Fördersumme 2025: 54.250,00 € (gesamt: 392.289,04 €)

MINTKids MV qualifiziert pädagogische Fachkräfte in Kitas, Kindertagespflege und Horten. Das landesweite Netzwerk erleichtert den Zugang zu hochwertigen, niedrigschwelligen MINT-Angeboten für Kinder in Mecklenburg-Vorpommern.

Highlights im Jahr 2025
  • Dezentrale Qualifizierung: Sechs Veranstaltungen mit 136 Teilnehmenden fanden an wechselnden Orten statt – darunter Schulungen zu „Versuch macht klug“, MINI-Fachtage und MINTFluencer-Netzwerktreffen.
  • Mehr Austausch: Die Veranstaltungen stärkten die Vernetzung erfahrener und neu einsteigender Einrichtungen. Besonders Mitarbeitende von Grundschulhorten nutzten die Angebote 2025 verstärkt.
  • Positive Rückmeldungen: Die Evaluationen zeigten großes Interesse an praxisnahen MINT-Formaten. Die Angebote stärkten Motivation und Handlungssicherheit der pädagogischen Fachkräfte.

Fördersumme 2025: 25.000,00 € (gesamt: 265.763,46 € €)

MINT-Matchmaking stärkt die Berufsorientierung im MINT-Bereich, zunächst an MINT-Schulen in Bremen und Nordwest-Niedersachsen. Ziel ist es, hochwertige MINT-Berufsorientierung strukturell zu verankern und Übergänge in Berufsfelder zu verbessern.

Highlights im Jahr 2025
  • Pilot gestartet: Gemeinsam mit dem Institut für Ökonomische Bildung wurde das Projekt 2025 neu aufgesetzt. Acht teilnehmende Schulen wurden auf die wissenschaftlich begleitete Pilotphase vorbereitet.
  • Grundlagenanalyse: Im Fokus standen die Analyse schulinterner Konzepte, bundeslandspezifischer Vorgaben und der bestehenden MINT-Berufsorientierungslandschaft.
  • Wissenschaftlicher Blick: Ein Systematic Review untersuchte Synergien zwischen MINT-Bildung und Beruflicher Orientierung – etwa zu Wirksamkeit, Qualifikation und begrifflichen Grundlagen.
  • Transfer vorbereitet: Aus den Projektergebnissen soll ein praxisorientierter Leitfaden „Was ist gute MINT-Berufsorientierung?“ entstehen, der Schulen konkrete Orientierung bietet.

Fördersumme 2025: 65.839,71 € (gesamt: 65.839,71 €)

Als „MINT-Schule“ zeichnet die NORDMETALL-Stiftung gemeinsam mit ihren Partnern in den fünf norddeutschen Bundesländern nicht-gymnasiale Schulen mit Sekundarstufe 1 aus, die exzellente Bildungsangebote in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik machen. Das Netzwerk macht gute Praxis sichtbar und unterstützt Weiterentwicklung.

Highlights im Jahr 2025
  • Netzwerk und Bewerbung: 51 Schulen trugen 2025 den Titel MINT-Schule. Erstmals erleichterte ein digitaler „MINT-Check“ den Einstieg in den Bewerbungsprozess; sieben Teams nutzten das Gespräch für eine erste Einschätzung.
  • KI in Schleswig-Holstein: Beim Netzwerktreffen an der Europa-Universität Flensburg lernten Lehrkräfte Einsatzmöglichkeiten von KI in den MINT-Fächern kennen. Jede MINT-Schule erhielt ein Set KI-Lernboxen.
  • Austausch zu Informatik in Bremen: Im zehnten Jahr des Bremer Netzwerks erarbeiteten Schulen einen gemeinsamen Fahrplan zur geplanten Einführung des Pflichtfachs Informatik. Die Stiftung vermittelte den Austausch mit der Bildungsbehörde.
  • Außerschulische Lernorte und Experimente: In Hamburg standen Bücherhallen, MakerLab und DESY im Fokus; in Mecklenburg-Vorpommern zeigte eine Physikanten-Fortbildung neue Wege für anschauliches Experimentieren.

Fördersumme 2025: 135.421,68 € (gesamt: 1.243.810,51 €)

Das Schülerforschungszentrum (SFZ) Hamburg fördert MINT-Talente von der Breiten- bis zur Spitzenförderung. Kinder und Jugendliche können dort frei forschen, eigene Projekte entwickeln und MINT als Zukunftsfeld erleben.

Highlights im Jahr 2025
  • Erweitertes Angebot: Das Kursangebot wurde deutlich ausgebaut – auf elf reguläre Kurse, sechs Ferienkurse und acht zusätzliche Workshops. Die Zahl der registrierten aktiven Schülerinnen und Schüler konnte verdreifacht werden.
  • Neues BO-Format: Mit „Entdecke Zukunftsberufe“ entstand ein Workshop zur Berufs- und Studienorientierung. Er wurde mit vier Unternehmen, der NORDAKADEMIE und der Bundesagentur für Arbeit erfolgreich getestet.
  • Forschung mit Praxisbezug: Jugendliche arbeiteten gemeinsam mit Unternehmen und Hochschulen an echten Forschungsfragen und entwickelten in Kleingruppen eigene Lösungsstrategien.
  • Mehr Sichtbarkeit: Durch den Website-Relaunch, die Nutzung von Verteilern der Schulbehörde und stärkere Vernetzung sollen neue Zielgruppen erreicht werden – insbesondere Mädchen und Stadtteilschulen.

Fördersumme 2025: 102.906,93 €, + 20.000 € Spende (gesamt: 222.906,93 €)

zukunft.digital bringt Studierende und Lehrkräfte zusammen, um Hamburger Schulen bei digitalen Projekten und dem Umgang mit KI zu unterstützen. Schulen entwickeln eigene Vorhaben und erproben sie mit externer Begleitung.

Highlights im Jahr 2025
  • Erster Pilot abgeschlossen: Fünf Schulen stellten ihre Ergebnisse vor – darunter KI-Projektwochen, der Prompting-Merksatz „GLÜCKs-Chamäleon“ sowie Chatbots für Schulhomepage und interne Fragen.
  • Mehr Studierende eingebunden: Kooperationen mit der TU Hamburg und der Universität Hamburg erleichterten die Beteiligung von Studierenden. Insgesamt unterstützten 40 Studierende 19 Schulen.
  • Wirkung sichtbar gemacht: Eine formative Evaluation zeigte, dass Schulen in ihrer Entwicklung unterstützt wurden, Studierende digitale Schulprojekte umsetzten und Lehramtsstudierende ihren Berufswunsch festigten.
  • Langfristiger Blick: Um mittel- und langfristige Veränderungen zu erfassen, wurden 2025 auch Teilnehmende von Alumnischulen zur Wirkung des Projekts befragt.

Fördersumme 2025: 100.000,00 € (gesamt: 200.000,00 €)

Gesellschaft

Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Wir setzen uns für eine starke, vielfältige Zivilgesellschaft ein, die Beteiligung ermöglicht und demokratische Werte lebt. So entstehen positive Perspektiven – und eine zukunftsfähige Gesellschaft, die wir gemeinsam gestalten.

Die Allianz für gesellschaftlichen Zusammenhalt ist ein bundesweites Stiftungsnetzwerk. Sie stärkt Austausch, Wissenstransfer und projektbezogene Kooperationen für eine offene Gesellschaft und eine aktive Zivilgesellschaft.

Highlights im Jahr 2025
  • Stiftungen im Austausch: Die NORDMETALL-Stiftung arbeitete mit 14 weiteren Stiftungen zusammen, um Aktivitäten für gesellschaftlichen Zusammenhalt besser zu koordinieren und Know-how zu teilen.
  • Öffentlichkeitsarbeit gestärkt: Die Stiftung förderte die Gemeinschaftsinitiative Zukunftswege Ost beim Ausbau ihrer Kommunikation. Die Fokusregion Vorpommern erhielt zusätzliche Mittel für Website und Instagram-Präsenz.
  • Fachlicher Dialog: Eine Gemeinschaftsaktion auf dem Deutschen Stiftungstag und ein Mitgliedertreffen bei der Deutschlandstiftung Integration stärkten die Zusammenarbeit im Netzwerk.

Fördersumme 2025: 5.000,00 € (gesamt: 20.423,76 €)

Die Kinnings Academy begleitet junge Changemaker aus Ostdeutschland über ein Jahr hinweg. Das Programm stärkt Menschen, die in Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Kultur oder Wirtschaft Verantwortung übernehmen.

Highlights im Jahr 2025
  • Arbeitstage in Hasenwinkel: Die NORDMETALL-Stiftung förderte das Modul „Adaptive Leadership – Wie führst du in Unsicherheit?“ auf Schloss Hasenwinkel in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Fellows im Austausch: Die Teilnehmenden arbeiteten an Fragen von Verantwortung, Einfluss und Wandel in komplexen Situationen – auch dort, wo formale Autorität fehlt.
  • Sichtbarkeit für Nachwuchsführung: Bei einem begleitenden Dinner kamen Fellows mit Gästen aus Stiftungen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Philanthropie zusammen. Mecklenburg-Vorpommern wurde als Ort für ostdeutsche Nachwuchsführung sichtbar.

Fördersumme 2025: 25.000,00 € (gesamt: 25.000,00 €)

Das Landesnetz der Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern bündelt die Kräfte des Stiftungssektors im Land. Es schafft Räume für Austausch, Qualifizierung und gemeinsame Sichtbarkeit.

Projektergebnisse im Jahr 2025
  • Hasenwinkel-Tagung: Mehr als 30 Teilnehmende diskutierten, wie Stiftungen in einer polarisierten Gesellschaft sprach- und handlungsfähig bleiben können.
  • Beitrag zum Zusammenhalt: In Workshops, Gesprächen und einem Kamingespräch wurde deutlich, wie Stiftungen Haltung zeigen, Dialogräume schaffen und demokratisches Miteinander stärken können.
  • Praktische Qualifizierung: 24 Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen nahmen an einem Webinar zum Stiftungsfundraising teil, mit Fokus auf die Kommunikation mit Unternehmerinnen und Unternehmern.

Fördersumme 2025: 6.500,00 € (gesamt: 18.134,00 €)

Lernen durch Engagement verbindet fachliches Lernen mit gesellschaftlichem Einsatz. Schülerinnen und Schüler bearbeiten reale Bedarfe in ihrem Umfeld und erleben, dass ihr Wissen Wirkung entfalten kann.

Highlights im Jahr 2025
  • Schleswig-Holstein wächst weiter: Mehr als 35 Veranstaltungen und über 240 Qualifizierungsstunden erreichten mehr als 570 Teilnehmende. 2025 wurde die 101. LdE-Netzwerkschule gefeiert.
  • Mecklenburg-Vorpommern stärkt Strukturen: Das Kompetenzzentrum schärfte seine Handlungsfelder, konsolidierte das Schulnetzwerk mit 30 aktiven Schulen und erreichte über 900 Pädagoginnen und Pädagogen.
  • Bremen startet: Mit dem Schuljahr 2025/26 begann die Pilotphase. Statt der erwarteten vier bis sechs Schulen meldeten sich neun Schulen; 24 Pädagoginnen und Pädagogen nahmen an der ersten Qualifizierungsreihe teil.
  • Wirkung im Schulalltag: LdE wird zunehmend Teil von Unterrichts- und Schulentwicklung und stärkt demokratische Lernkultur, Selbstwirksamkeit und die Öffnung von Schule in ihr Umfeld.

Fördersumme 2025: 96.662,90 € (gesamt: 664.851,62 €)

Die NETZWERKSTATT verbindet Demokratieförderung und Medienkompetenz. Junge Engagierte entwickeln kreative Formate gegen Fake News, digitale Gewalt und Hass – und setzen sich sichtbar für Zivilcourage und faire Debatten ein.

Highlights im Jahr 2025
  • Junge Stimmen gestärkt: Rund 25 junge Menschen engagierten sich in Kampagnen, Podcasts, Veranstaltungen und künstlerischen Formaten.
  • Demokratie kreativ vermitteln: Das Projekt „DemokratieVisionen“ eröffnete neue Gespräche über Demokratie und digitale Zivilcourage – unter anderem mit einer Ausstellung im Oldenburger Computer-Museum.
  • Breite Sichtbarkeit: Social-Media-Kampagnen zur Bundestagswahl, Desinformation, Meinungsfreiheit und digitalem Wohlbefinden sowie Radioauftritte und Online-Vorträge trugen die Themen über die Kerngruppe hinaus.

Fördersumme 2025: 10.000,00 € (gesamt: 44.985,00 €)

QplusAlter begleitet ältere Menschen und Angehörige dabei, im Quartier passende Unterstützung zu finden. Lotsinnen und Lotsen helfen, selbstbestimmtes Leben im Alter auch bei Einschränkungen zu ermöglichen.

Highlights im Jahr 2025
  • Ausbau in Hamburg: Die Zahl der Lotsinnen und Lotsen stieg auf 14; das Programm ist nun in sechs von sieben Bezirken präsent. Das Modellprojekt wurde von drei auf fünf Jahre verlängert.
  • Hoher Bedarf: Zwischen November 2024 und Dezember 2025 fanden 372 Erstgespräche statt. Rund zwei Drittel der Anfragen führten zu einer längerfristigen Begleitung.
  • Niedrigschwelliger Zugang: Sprechstunden im Stadtteil, Hausbesuche, Beratungen an vertrauten Orten und mehrsprachige Angebote helfen, besonders vulnerable Gruppen zu erreichen.
  • Strukturelle Perspektive: QplusAlter ist Teil der WHO-Initiative „Age-friendly City“, im Hamburger Aktionsplan benannt und im Koalitionsvertrag als Perspektive aufgegriffen.

Fördersumme 2025: 65.000,00 € (gesamt: 457.000,00 €)

Starke Demokratie unterstützt kommunalpolitisch Engagierte im Umgang mit Hass, Hetze und Anfeindungen. Das Angebot stärkt demokratische Teilhabe, Resilienz und kommunale Strukturen vor Ort.

Highlights im Jahr 2025
  • Große Reichweite: In 29 Veranstaltungen erreichte Starke Demokratie mehr als 539 Teilnehmende, darunter über 380 kommunalpolitisch Engagierte.
  • Konkrete Handlungskompetenz: Workshops vermittelten Wissen zu Prävention, rechtlichen Handlungsmöglichkeiten, kommunikativen Strategien und Selbstfürsorge.
  • Regionale Verankerung: In Mecklenburg-Vorpommern wurde die lokale Geschäftsstelle weiter ausgebaut – mit ehrenamtlicher Projektgruppe, neuen Partnerschaften und passgenauen Angeboten.
  • Angebot weiterentwickelt: Zwei neue Formate stärken junge Engagierte und bereiten auf den Umgang mit Anfeindungen im Wahlkampf vor. Eine zweite hauptamtliche Mitarbeiterin unterstützt die über 50 Ehrenamtlichen im Verein.

Fördersumme 2025: 60.000,00 € (gesamt: 90.000,00 €)

Die Hamburger Stiftungstage machen die Vielfalt des Stiftungsstandorts sichtbar. Sie bringen Bürgerinnen und Bürger mit Stiftungen zusammen und schaffen Räume für Austausch, Beteiligung und gemeinsame Zukunftsfragen. Darüber hinaus steht die Stadt als Austragungsort des Deutschen Stiftungstags 2026 besonders im Fokus.

Highlights im Jahr 2025
  • Zehnte Ausgabe: Vom 20. bis 29. Juni beteiligten sich über 145 Hamburger Stiftungen mit mehr als 250 Programmpunkten.
  • Sichtbares Zeichen: Die lange Tafel auf dem Rathausmarkt setzte erneut ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt.
  • Mitgestaltung: Die NORDMETALL-Stiftung beteiligte sich als Mitglied im Beirat des Stiftungsbüros an Finanzierung, Planung und Durchführung der Aktionswoche.
  • Blick auf 2026: Zusätzlich unterstützt die Stiftung den Deutschen Stiftungstag, der im Mai 2026 unter dem Motto „Aus Freiheit handeln“ in Hamburg stattfindet.

Hamburger Stiftungstage
Fördersumme 2025:
5.000,00 € (gesamt: 30.500,00 €)

Deutscher Stiftungstag 2026
Fördersumme 2025: 20.000,00 € (gesamt: 20.000,00€)

Die Gemeinschaftsinitiative Zukunftswege Ost stärkt demokratisches Engagement in Ostdeutschland. In der Fokusregion Vorpommern werden zivilgesellschaftliche Akteure vernetzt, Kooperationen aufgebaut und Engagement vor Ort sichtbarer gemacht.

Highlights im Jahr 2025
  • Aufbau in Vorpommern: Seit Januar arbeitet die RAA – Demokratie und Bildung als regionaler Umsetzungspartner am Strukturaufbau der Fokusregion.
  • Starke Resonanz: Beim Auftakt in Anklam kamen 80 Gäste zusammen, eine zweite Netzwerkveranstaltung in Lassan erreichte 45 Teilnehmende. Insgesamt wurden rund 1.000 Personen erreicht.
  • Profil geschärft: Logo, Newsletter und Homepage stärkten die Sichtbarkeit der Fokusregion. Mehr als 20 Kooperationsgespräche brachten erste belastbare Vorhaben auf den Weg.
  • Kooperationen angestoßen: Neue Partnerschaften entstanden unter anderem mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und im zivilgesellschaftlichen Netzwerkaufbau vor den Landtagswahlen.

Fördersumme 2025: 25.000,00 € (gesamt: 60.000,00 €)

ZusammenWirken erprobte 2025 ein bereichsübergreifendes Förderinstrument für die neuen Querschnittsthemen Zusammenhalt, Chancengerechtigkeit sowie demokratische Werte und Kompetenzen. Es unterstützt bestehende Fachnetzwerke bedarfsgerecht.

Highlights im Jahr 2025
  • Neues Förderinstrument: Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Netzwerken der Bereiche Bildung und Wissenschaft sowie Kultur konnten niedrigschwellig Coachings, Workshops, Exkursionen und ähnliche Formate beantragen.
  • 13 Vorhaben im MINT-Schule-Netzwerk: Gefördert wurden Themen wie Awareness, Empowerment, digitaler Rechtsextremismus, historisches Lernen, Hass im Netz, Radikalisierung und Diskriminierung.
  • Impulse in Kulturnetzwerken: Unter anderem entstanden Schulungen zur Gewaltfreien Kommunikation im Altonaer Museum, ein Workshopformat „Demokratie“ am Europäischen Hansemuseum und Community-Workshops des Ensemble Resonanz.
  • Lernender Ansatz: Das erste Jahr zeigte positive Resonanz und fachliche Anschlussfähigkeit, aber auch regionale Unterschiede. ZusammenWirken wird 2026 mit bis zu 40.000 Euro fortgesetzt.

Fördersumme 2025: 25.741,60 € (gesamt: 25.741,60 €)

Kultur

Museen und Musikfestivals müssen sich weiterentwickeln, um relevant zu bleiben. Wir vernetzen und qualifizieren Fachkräfte und fördern eine zeitgemäße Publikumsorientierung – mit modernen Instrumenten, Methoden und Prozessen, die neue Zugänge schaffen und eine Vielfalt von Stimmen abbilden.

Kollaborativ die Zukunft gestalten: Das relevante Museum unterstützt Museumsteams dabei,  ihre gesellschaftliche Relevanz zu stärken. Im Mittelpunkt stehen Zusammenarbeit, Reflexion, Besucherorientierung und neue Formen von Teilhabe.

Highlights im Jahr 2025
  • Jahr der Reflexion: 18 Museumsteams mit 55 Teilnehmenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiteten zu Future Skills, Agilität, Community Building und Design for Belonging.
  • Externe Evaluation: EDUCULT untersuchte erstmals die Wirkung des Programms. Die Ergebnisse zeigen Effekte auf Haltungen, berufliche Entwicklung, Teamprozesse und Transformationsfähigkeit.
  • Gemeinsame Reise: Vertreterinnen und Vertreter von sechs Museen reisten nach Kopenhagen und Aarhus und besuchten unter anderem das Louisiana Museum, das Design Museum Kopenhagen und die Human Library.
  • Wissenstransfer: Auf der Jahrestagung „Museen als Macher der Demokratie“ des Deutschen Museumsbundes wurde das Programm als Beispiel guter Praxis mit rund 100 Teilnehmenden diskutiert.

Fördersumme 2025: 124.142,81 € (gesamt: 462.334,90 €)

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern stehen für musikalische Qualität, besondere Spielorte und kulturelle Strahlkraft im Norden. 2025 endete zugleich die über 20-jährige Förderpartnerschaft mit der NORDMETALL-Stiftung.

Highlights im Jahr 2025
  • 35. Jubiläum: Mit 136 Konzerten an 96 Spielstätten und rund 67.000 Gästen unterstrichen die Festspiele ihre Bedeutung für das Kulturleben in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Kinder- und Familienfest: Zum Auftakt der Reihe „Mäck & Pomm“ kamen rund 1.500 Besucherinnen und Besucher nach Schloss Hasenwinkel, darunter 730 Kinder und Jugendliche.
  • Kulturelle Teilhabe: Auf 15 Bühnen im Park und Schloss wurden Musik, Mitmachangebote und erstmals inklusive Programmpunkte niedrigschwellig erlebbar.
  • Abschluss einer Partnerschaft: Seit 2004 begleitete die Stiftung die Festspiele mit knapp 2,9 Millionen Euro. Zum Ende der Förderung setzte sie mit einer Zustiftung von 15.000 Euro ein Zeichen bleibender Verbundenheit.

Fördersumme 2025: 90.000,00 € (gesamt: 2.852.507,50 €)

Die Museum Development Goals bieten Museen einen praxisnahen Orientierungsrahmen für wirkungsorientierte Museumsarbeit. Sie helfen, gesellschaftliche Wirkung zu reflektieren, Besucherorientierung zu stärken und konkrete Veränderungen anzustoßen.

Highlights im Jahr 2025
  • Wachsende Beteiligung: Weitere Museen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden für MDG-Patenschaften gewonnen. Workshops und Coffee Breaks stärkten Austausch und Wirkungskompetenz.
  • Erste Praxisbeispiele: Die Kunsthalle Bremen, das Stadt- und Schifffahrtsmuseum Kiel, das Vorarlberg Museum und das Europäische Hansemuseum entwickelten wirkungsorientierte Ansätze zu Publikum, Kommunikation und Nachhaltigkeit.
  • Inklusion als Haltung: Das Altonaer Museum setzte mit „Kunst & Quer“ auf Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung als gleichberechtigte Expertinnen und Experten.
  • Sichtbarkeit im Fachdiskurs: Das Projekt war bei Fachtagungen in Braunschweig und auf der ICOM-Jahrestagung präsent. Die MDG-Wirkungsspur und das Plakat „Wie wirken Museen?“ machten Wirkung erfahrbar.

Fördersumme 2025: 40.322,98 € (gesamt: 87.844,09 €)

New Perceptions ist das Jugendkuratorium der Kunsthalle Bremen. Junge Menschen entwickeln Ausstellungen, Programme und Interventionen mit eigenen Perspektiven und machen die Kunsthalle für ein jüngeres Publikum relevanter.

Highlights im Jahr 2025
  • Ausstellung Mis(s)treated: Die von New Perceptions kuratierte Ausstellung rückte feministische Positionen und Werke von Frauen in den Fokus – mit Sammlungsschätzen und Leihgaben zeitgenössischer Künstlerinnen.
  • Vielfältiges Programm: Freier Eintritt, Führungen, ein Plakatworkshop zum Internationalen Frauentag, „Let’s Talk“-Formate, Kunstpausen, Film- und Poetry-Abende sowie Ferienkurse begleiteten die Ausstellung.
  • Zukunft weitergedacht: In einer Zukunftswerkstatt entwickelten die jungen Engagierten Ideen für kommende Formate und Beteiligungsmöglichkeiten.
  • Strategische Partnerschaft: Die NORDMETALL-Stiftung und die Kunsthalle Bremen überführten ihre Zusammenarbeit in ein gemeinsames Bekenntnis und eine strategische Partnerschaft.

Fördersumme 2025: 15.000,00 € (gesamt: 180.000,00 €)

REIHE_15 verbindet norddeutsche Musikfestivals, die Diversität, Inklusion und Zugehörigkeit stärken wollen. Das Netzwerk bietet Austausch, Weiterbildung und Coaching für eine zukunftsfähige Festivallandschaft.

Highlights im Jahr 2025
  • Inhaltliche Hostings: In Lübeck ging es um Haltung, Selbstverständnis und politisches Handeln im Festivalkontext; in Hamburg um Erfolg, Scheitern und organisationales Lernen.
  • Kontinuierlicher Austausch: Digitale Stammtische, ein Signal-Gruppenchat und Treffen des Arbeitskreises Nord öffneten zusätzliche Räume für Input zu Partizipation, Kooperation und Stadtgesellschaft.
  • Individuelles Coaching: Das feel.jazz Festival und das Frequenz Festival Kiel nutzten 2025 Coachings zu organisationsspezifischen Fragen, teilhabeorientierten Programmen und vielfältigen Publika.
  • Wirkung in Festivals: Detect Classic stärkte Barrierefreiheit, das Kammermusikfest Sylt entwickelte U30-Tickets und „Junge Reporter“, SeaSounds erweiterte seine Publikumsbindung mit der TreppenhausCloud.

Fördersumme 2025: 111.934,55 € (gesamt: 516.318,24 €)

#seeyouagain unterstützt Hamburger Museen dabei, publikumszentrierte und teilhabeorientierte Ansätze zu erproben. Sechs Stiftungen fördern sechs Museen, die neue Zielgruppen erreichen und dauerhaft binden wollen.

Highlights im Jahr 2025
  • Sechs Museen gefördert: Ausgewählt wurden Altonaer Museum, Hamburger Kunsthalle, Deichtorhallen Hamburg, Energieberg Georgswerder, Mahnmal St. Nikolai und MARKK. Jedes Museum erhielt 5.000 Euro.
  • Barrieren abbauen: Die Deichtorhallen entwickelten mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg barrierearme Wegbeschreibungen sowie inklusive Vermittlungsformate mit taktilen, akustischen und olfaktorischen Zugängen.
  • Queere Perspektiven: Die Hamburger Kunsthalle setzte Dragführungen ein, um neue Blickwinkel auf Sammlung und Ausstellungen zu eröffnen und Begegnungsräume für Kunst, Identität und Vielfalt zu schaffen.
  • Gemeinsames Lernen: Treffen der Museen und Stiftungen stärkten Austausch und Kooperation. Im Mittelpunkt standen nachhaltige Bindungen zu diversen Gruppen, Inklusion und Partizipation im Museumsalltag.

Fördersumme 2025: 5.000,00 € (gesamt: 10.000,00 €)

Impulse, die verbinden

Das Team der Geschäftsstelle

Hinter der Arbeit der NORDMETALL-Stiftung steht ein engagiertes Team: Geschäftsführerin Kirsten Wagner, unterstützt von einer Teamassistentin, drei Projektkoordinatorinnen und jeweils einer Ansprechperson für Bildung und Wissenschaft, Kultur sowie Gesellschaft und Kommunikation.

Gemeinsam setzen wir Impulse für den gesamten norddeutschen Raum – im engen Austausch miteinander und mit unseren Projektpartnerinnen und -partnern. Wir planen, begleiten, vernetzen, hinterfragen und entwickeln weiter. Dabei leiten uns Flexibilität, Empathie und ein klarer Blick in die Zukunft.

Uns verbindet unser Motto:

Talente fördern, Zusammenhalt stärken, den Norden bereichern.

 

Das Team von links nach rechts: Maren Riepe (Bereichsleiterin Bildung und Wissenschaft), Jannike Bohlen (Projektkoordinatorin Bildung und Wissenschaft), Katja Stark (Bereichsleiterin Kultur), Sandra Richter (Projektkoordinatorin Kultur), Kirsten Wagner (Geschäftsführerin), Jeannette Zilling (Teamassistentin), Elisa Czech (Projektkoordinatorin Bildung und Wissenschaft) und Jannick Leunert (Referent Gesellschaft und Kommunikation).

 

 

Kontakt

Unser Stifter

NORDMETALL e. V.

Der Arbeitgeberverband und seine zahlreichen Mitgliedsunternehmen engagieren sich in vielfältigen Projekten für das Gemeinwohl. Gemeinsam haben sie insgesamt 75 Millionen Euro zu unserem Stiftungsvermögen beigetragen. Als Stiftung sind wir sichtbarer Ausdruck dafür, dass Wirtschaft gesellschaftliche Verantwortung übernimmt.

Die insgesamt 140.000 Beschäftigten seiner gut 290 Mitgliedsunternehmen bauen in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie im nordwestlichen Niedersachsen Autos, Flugzeuge, Schiffe, Satelliten, Motoren, medizinische Geräte und vieles mehr. Der Verband selbst verhandelt Tarifverträge mit der IG Metall Küste, berät und unterstützt seine Mitglieder in allen tarif-, arbeits- und sozialrechtlichen Fragen sowie bei arbeitswissenschaftlichen Themen wie etwa Betriebsorganisation, Entgeltsysteme und Gesundheitsschutz. Mithilfe seiner Stiftungen schafft NORDMETALL unabhängige Netzwerke und setzt wertvolle Synergien frei, um einen dauerhaften Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme zu leisten.

Als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts, die ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt, sind wir und die Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen sichtbarer Ausdruck des Bewusstseins, dass wirtschaftliches Interesse mit gesellschaftlicher Verantwortung zusammengehen muss.

Unsere Förderprojekte im Bereich Bildung und Wissenschaft führen wir in enger Abstimmung mit der Bildungsabteilung unseres Stifters durch. Auch bezüglich der Stiftungskommunikation stimmen wir uns eng mit der Kommunikationsabteilung unseres Stifters ab.

 

 

Download

Sollten Sie mehr über die Arbeit der NORDMETALL-Stiftung oder einzelne Projekte des Berichtsjahres 2025 erfahren wollen, können Sie sich hier das ePaper unseres aktuellen Tätigkeitsberichts herunterladen. Aus Gründen der Nachhaltigkeit verzichten wir darauf, den Bericht in gedruckter Form zu veröffentlichen.

Wenden Sie sich bei Fragen und Hinweisen gern per Mail an:

Jeannette Zilling
Teamassistentin
zilling@nordmetall-stiftung.de