Rund 120 Teilnehmende, zehn Praxis-Sessions und viele Gespräche über KI, Open Educational Resources (OER) und Schulentwicklung: Das Transfercamp zeigte, wie aus einzelnen Projekten gemeinsames Lernen und neue Impulse für Schulen entstehen können.
Wie kommen gute Ideen aus einzelnen Schulprojekten in die Breite? Diese Frage stand im Mittelpunkt des zukunft.digital Transfercamps 2026. Am 17. Juni kamen im betahaus am Hamburger Gänsemarkt Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, Hochschulangehörige und weitere Bildungsakteurinnen und -akteure zusammen, um Erfahrungen aus der Arbeit mit Künstlicher Intelligenz in Schule und Lehrkräftebildung zu teilen.
Für die NORDMETALL-Stiftung liegt die besondere Stärke von zukunft.digital genau in dieser Verbindung: Menschen aus unterschiedlichen Ausbildungs- und Praxisstufen arbeiten gemeinsam an konkreten Fragen von Digitalisierung und Schulentwicklung.
In den Sessions wurde sichtbar, wie vielfältig Schulen bereits mit KI und digitalen Werkzeugen arbeiten: Vorgestellt wurden unter anderem Chatbots, KI-gestützte Schreibförderung, Projektwochen, mehrsprachige Elternkommunikation, analoge KI-Spiele und neue Ansätze zur Leistungsbewertung. Entscheidend war dabei nicht nur das fertige Material, sondern der offene Austausch darüber, was funktioniert, was angepasst werden muss und wie andere Schulen an die Erfahrungen anknüpfen können.
Die fachlichen Impulse erweiterten den Blick auf Transfer: Jöran Muuß-Merholz fragte danach, wie Schule im KI-Zeitalter individuelles und gemeinsames Lernen miteinander verbinden kann. Regina Schulz, KI-Expertin und Lehrerin für Englisch und Geschichte, machte deutlich, dass Wissen nicht einfach weitergegeben wird, sondern Beziehungen, Vermittlung und Vertrauen braucht, um in neuen Kontexten wirksam zu werden. Zudem wurde in den Grußworten betont, dass das Programm als wirksam, kohärent und praxisnah wahrgenommen wird – und die Leitperspektive Digitalisierung und KI mit Leben füllt.
So wurde das Transfercamp selbst zu einem Beispiel für die Idee hinter zukunft.digital: Schulen, Hochschulen und Bildungsakteure kommen ins gemeinsame Lernen, entwickeln Ansätze weiter und teilen Erfahrungen so, dass daraus neue Praxis entstehen kann. Für die NORDMETALL-Stiftung zeigt sich darin, wie digitale Schulentwicklung nachhaltig gestärkt werden kann – durch Kooperation, Reflexion und den Mut, gemeinsam zu erproben.
Bildung & Wissenschaft
Maren Riepe
040 6378-5944
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